Der Verein IG Industriestrasse hat am 7. April 2012 die Volksinitiative „Ja zu einer lebendigen Industriestrasse — für KMU, bezahlbares Wohnen und Kulturraum für alle‘‘ lanciert: Damit soll die Vertreibung von Kleingewerbe und Kultur verhindert werden. Die Initiative verlangt, dass die Stadt das Areal Industriestrasse gemeinnützigen Wohnbauträgern im Baurecht abgibt. Zudem steht für den Verein eine nachhaltige Stadtentwicklung in Zentrum — weg von einem kurzfristigen Profitdenken.

Jede Stimme zählt!

Mit der Initiative hat der Verein IG Industriestrasse einen wichtigen Schritt im Kampf um ihren Lebensraum gemacht. Das 9200 Quadratmeter grosse Areal, das vorwiegend aus Kleingewerben, KMU, Ateliers und alternativem Wohnraum besteht, will die Stadt Luzern überbauen lassen. Nach einem Investorenwettbewerb erhielt ein Zürcher Generalunternehmen die Befugnis für das Bauprojekt. Damit würden die letzten zusammenhängenden kulturellen Freiräume auf dem Luzerner Stadtgebiet verschwinden. Kleinbetriebe, Kunstschaffende und Menschen, die auf günstigen Wohnraum angewiesen sind, werden damit einfach so vertrieben. Hinzu kommt, dass die Stadt absolut keine Alternativen anbietet. Die soeben lancierte Initiative fordert nun, dass das Quartier in seiner Vielseitigkeit und mit seinen geschichtsträchtigen Bauten erhalten bleibt. Es sollen weiterhin Handwerksbetriebe, Start-Up-Firmen und KMU’s die Möglichkeit haben, diesen Raum zu nutzen und individuell weiter zu gestalten.

Eine gute Durchmischung von Wohnen, Arbeiten und Kultur als Katalysator des gesamten Steghofquartiers!

Die derzeit getroffene Entscheidung der Stadt Luzern widerspiegelt nur zu gut unseren heutigen Zeitgeist: Durch die Überbauung entsteht ein kurzfristiger Gewinn der keinerlei Nachhaltigkeit garantiert. Mit der Abgabe des Baurechts an einen gemeinnützigen Wohnbauträger dagegen behält die Stadt die Kontrolle über den Raum und sichert sich zuverlässige Einnahmen über Jahre hinweg. So bleibt der wertvolle Stadtboden auch für kommende Generationen erhalten. Es soll für alle Beteiligten – Stadt, Gewerbe und Anwohner – eine optimale Lösung getroffen werden. Mit dem Bauprojekt der privaten Investoren werden die Mietzinsen explodieren, sodass der Raum nur noch für wenige zugänglich sein wird. Aber wir wollen lieber für viele wenig – oder genug – als für wenige viel. Die Siedlung wird von vielen Familien und einem breiten Bevölkerungsspektrum bewohnt, und das soll auch so bleiben.

Deshalb kämpfen wir für die Initiative. Traditionelles Gewerbe, kultureller Freiraum sowie günstiger Wohnraum sollen erhalten werden – für eine nachhaltige und weitsichtige Stadtentwicklung im Sinne der Bewohner. Damit die Stadt lebendig bleibt und Quartiere mit hoher Lebensqualität besitzt.

Weitere Informationen unter www.industriestrasse.ch. Unter diesem Link können auch Unterschriftenbögen ausgedruckt werden!

von Cécile Moser

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